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Der achtsame Weg ins Neue Jahr

Der Weg ins Neue Jahr

Der Weg ins Neue Jahr ist für mich seit Jahren ein immer tiefer und bewusster werdender Weg. Schon seit Langem hat es mich fasziniert, dieses Ende eines Zyklus und den Beginn eines neuen Zyklus‘ als tiefen Prozess zu gestalten. So auch gestern und heute.

Gehmeditation

Der Beginn unserer Feier gestern war, um 15 Uhr eine Gehmeditation zu machen. In Stille durch die stille Natur zu gehen und bewusst bei jedem Schritt die Dankbarkeit aufsteigen zu lassen für alles, was ich in 2017 erlebt habe. All die unendlichen Geschenke des Jahres auf einer tieferen Ebene ankommen zu lassen. Die Dankbarkeit dafür wirklich kultivieren. „Jeder Schritt ist Danke“.

Achtsames Teetrinken

Am Ofen sitzen, ins Feuer schauen, Tee trinken, Nüsse knabbern, die Dose mit den letzten Weihnachtskeksen leeren und das Zusammensein genießen. Tiefgründiges und Leichtes Plaudern und einander etwas aus dem Leben erzählen. Das Menü für den Abend planen. Ich genieße die Gemeinschaft. Das Gemütliche. Das Verbundene. Tiefe Verbundenheit durch die gemeinsame Plum Village Praxis.

Kochen und Essen. In Achtsamkeit

Rote Beetesalat. Ein Gemüseauflauf mit vielen verschiedenen Gemüsen, Räuchertofu, Sahnesößchen und mit Käse knusprig überbacken. Die Petit Fours fürs Dessert sind schon da, beim belgischen Konditor um die Ecke in Erinnerung an unsere Hochzeit vor 3 Wochen geholt. Da gab es sie auch. Nacheinander mit vielen Pausen die Gänge des Menüs genießen. In Freundlichkeit. Freundschaft. Entspannung.

Dankbarkeit ausdrücken

Jede erzählt etwas über ihr Jahr. Wofür bist du dankbar? Das erste, was mir einfällt, ist die Dankbarkeit für die Liebe, die ich erleben darf und dafür, dass Sabine und ich vor 3 Wochen geheiratet haben. Dankbarkeit für die Freundinnen und Freunde, die mit uns gefeiert haben und die so viel tiefe Verbundenheit mit uns teilen. So viel Dankbarkeit für das innere Wachstum, aufzuhören, Menschen hinterherzulaufen, die mich nicht mögen oder kein Interesse an mir zeigen, um ihnen zu zeigen, dass ich doch eigentlich ein netter Mensch bin. Dankbarkeit für immer mehr Distanz zu Verletzungen, die mich an mir und meiner Arbeit haben zutiefst zweifeln lassen. Die Fähigkeit entwickeln können, das Verhalten von Menschen mir gegenüber bei diesen Menschen zu lassen und es nicht mehr als Bewertung über mich zu verstehen, sondern als Ausdruck ihrer selbst.

Meine erwachsenen Kinder zu lieben, tief und bedingungslos, egal, ob sie sich mir gegenüber wohlwollend und wertschätzend verhalten oder nicht. Dankbarkeit über Dankbarkeit für den materiellen und seelischen Wohlstand, den ich tagein – tagaus erleben darf. Dankbarkeit für den Sinn meines Lebens, der sich mir so klar offenbart hat – Heilige Verbundenheit in Gemeinschaft herzustellen, zu unterstützen, zu organisieren und immer weiter zu lernen. Dankbarkeit für die Möglichkeit, dass ich Botschafterin der Global Family werden durfte, die sich dafür einsetzt, Co-Creation anstelle von Konkurrenz und als Weiterentwicklung von Kooperation immer weiter zu verbreiten und damit sich selbst, das eigene Umfeld und Kultur und Gesellschaft weltweit weg von Hierarchien hin zu liebevoll zusammenarbeitenden Teams zu verwandeln.

Co-Creation, das eine Entwicklung vom Ego zur Essenz und eine Begegnung zwischen Menschen von Essenz zu Essenz möglich macht und daraus ihre unbeschreibliche Kraft schafft.

Jede teilt den anderen ihre persönlichen Dankbarkeiten mit. Was für eine tiefe Begegnung miteinander! Das ist so nährend!

In stiller Meditation von 2017 nach 2018

Um 23:50 Uhr sitzen wir zusammen und beginnen mit 3 Klängen der großen Meditationsglocke die stille Sitzmeditation. Wie wohltuend, nach so viel Erlebtem bei mir selbst zu sein. Nach 1 Minuten fällt mir ein, dass Sarah, unsere Katze, noch draußen ist. Was für ein Schreck. Ich stehe so still, wie ich vermag, auf und öffne noch die Küchentür, sodass die Katze von draußen reinschlüpfen könnte, wenn sie vor dem Geknalle in die Sicherheit des Hauses kommen wollte.

Dann sitze und atme ich weiter und genieße es, die letzten Minuten des 2017 noch ganz bewusst wahrzunehmen. Die Kaminuhr schlägt 24 Uhr, sodass es halbwegs klar ist, wann das Neue Jahr begonnen hat. Mit einem Lächeln begrüße ich das 2018 – Jahr. Mit einem Lächeln schaue ich einmal längs durch das ganze kommende Jahr und sende Licht. Es soll ein Jahr des Lichtes werden, der Liebe für alles was ist, der Entwicklung, der Reifung, der Bewusstheit. So wie jedes Jahr eigentlich. Währenddessen laute Böller, Knallen, Pfeifen von Draußen. Für einen Moment wird mir bewusst, wie viele Menschen auf der Welt Knallen und Pfeifen Krieg, Raketen und Bomben erleben. Ich sende mein Mitgefühl und beziehe diese Menschen ein in meine Vision des Lichtes für 2018.

Postkarte von Juliane Iseler

Als wir mit dem Glockenklang nach 25 Minuten wieder die Augen öffnen und jede etwas im Raum angekommen ist, fassen wir einander an den Händen, singen, „ich bin angekommen, ich bin zuhause im Hier und im Jetzt“ und dann liegen wir uns in den Armen und wünschen einander ein gutes frohes glückliches Neues Jahr.

Tarotkarten

In einer kleinen achtsamen Zeremonie zieht jede von uns eine Tarotkarte zu einer bestimmten persönlichen Frage. Gemeinsam schauen wir die Karten nacheinander an und lassen uns damit inspirieren, Antworten auf die Fragen zu finden. Wieder ein Stück tiefer Verbundenheit: zu wissen, zu spüren, womit die andere innerlich in der Tiefe verbungen ist.

Auch Dir

Auch Dir wünsche ich ein frohes, glückliches, erfülltes lichtvolles Neues Jahr 2018 mit viel Achtsamkeit für dich selbst, die dir Bewusstheit, Verbundenheit mit Dir selbst und anderen  und Entspannung bringt. Und in dem Du alles möglich machen kannst, wovon Du träumst oder wonach Du Dich sehnst, wenigstens einen kleinen Schritt dahin. Vielleicht feiern wir in 364 Tagen zusammen und Du erzählst uns davon?

In Liebe

Deine Claudia Iseler